Hauptschule — keine Sackgasse

Projektziele:

Bildung ist ein elementarer Bestandteil zu Erfolg und Zufriedenheit, in beruflicher wie auch persönlicher Hinsicht. Vielmehr kann Bildung auch ein Mittel sein, um den „sozialen Aufstieg“ zu schaffen. Vorrangiges Ziel war es, Hauptschüler an die Universität zu bringen und in ihnen ein Feuer an Motivation und Begeisterung für das Lernen zu entfachen. Hierdurch wollten wir einen Beitrag leisten, um jeden einzelnem Schüler mögliche Wege und Perspektiven nach der Schullaufbahn aufzuzeigen. Des Weiteren beabsichtigten wir auch den Abbau von gegenseitigen Vorurteilen. Oftmals assoziiert die jeweilige „andere Seite“ bestimmte Stereotypen und Klischees mit der anderen Gruppe. Wir wollten dem entgegen wirken. Dies alles sollte in einem lockeren und motivierenden Rahmen geschehen.

 

Projektleitung:

Das Projekt wurde vom Initiator Marc Honsell geleitet.

 

Das Programm der Veranstaltung:

Nach der Campus-Führung erhielten die Schüler theoretischen Input von Herrn Prof. Dr. Woratschek und Marc Honsell. Im Fokus hierbei stand vielmehr der persönliche Weg und die Motivation für den ungewöhnlichen Weg. „Man kann alles schaffen, wenn man nur will“ ist eine der Kernessenzen dieser beiden Vorträge.
Zu den Referenten:
Prof. Woratschek kann auf eine eindrucksvolle Laufbahn zurückblicken. Nach dem Abschluss der mittleren Reife schloss er eine Ausbildung zum Industriekaufmann ab, holte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach, wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und schloss sein Studium sowie den weiteren Weg zur Professur erfolgreich ab.
Marc Honsell, Initiator und Projektleiter dieser Veranstaltung durchlief die folgenden Stationen: Hauptschule, mittlere Reife, kaufmännische Berufsausbildung zum Industriekaufmann und Berufstätigkeit, Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, Studium der Betriebswirtschaftslehre und Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.
Im Anschluss an diese beiden Vorträge begleiteten wir die Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen in der Mensa, bevor die Teilnehmer dann den abschließenden Vortrag zum Thema „Finanzierung einer Ausbildung und eines Studiums“ hörten. Oftmals scheitern Vorhaben in punkto weiterer Schulbesuch und Studium aufgrund finanzieller Engpässe oder Unkenntnis möglicher Finanzierungsquellen.
Fazit und Ausblick:

Mit der Art und Weise der Projektorganisation und –durchführung bin ich voll und ganz zufrieden. Es war ein anspruchsvolles Projekt, nicht zuletzt auch aufgrund der Dimensionen hinsichtlich Teilnehmer. Wir rechneten mit einer weitaus geringeren Teilnehmeranzahl. Wir planten mit ca. 100 Teilnehmern im besten Falle. Dass es letztlich doppelt so viele wurden bestätigte uns von der Bedeutung dieser Thematik.

Zudem hat mir das Engagement der Stipendiaten und unserer Stipendiatengruppe im Allgemeinen sehr imponiert. Ohne den Einsatz und die Begeisterung jedes einzelnen für dieses Projekt wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Auch an dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die tatkräftige Unterstützung bei der Projektorganisation und –durchführung bedanken. Jede/r hat seinen Beitrag dazu geleistet, diesen Veranstaltungstag zu etwas ganz besonderem werden zu lassen.

Das Zitat einer Schülerin nach der Veranstaltung ist sinnbildlich: „Ein Lehrer vermittelt uns immer: Ihr könnt nix und schafft nix. Dieser Tag hat mich motiviert es ihm zu zeigen, dass ich etwas kann!“
Weitere Informationen:

Nordbayerischer Kurier vom 15/16.01.2011, Seite 15

Nordbayerischer Kurier vom 15/16.01.2011, Seite 30